Wie forscht man mit Kindern?

Startpunkt: Fragen an die Welt

Kinder haben von Natur aus viele Fragen an die Welt. Mit ihrem ersten Schritt machen sie sich auf den Weg, diese Fragen zu beantworten. Sie entdecken die Natur, ihre Umgebung und suchen sich selbst ihre Erklärungen. So erweitern sie Schritt für Schritt ihr Wissen. Genau wie bei WissenschaftlerInnen ist der Wissensstand immer ein vorläufiger, d.h. Wissen ist nie endgültig, es kann immer weiter daran geforscht werden.  

 

Zum Forschen braucht man Forschungsmethoden 

Alle Forschungsmethoden, die in der Naturwissenschaft genutzt werden, sind auch im Unterricht nutzbar. Das Repertoire geht von: Beobachten, Kategorisieren, Ordnen, Experimentieren bis hin zum Modelle bauen. Die Bandbreite der Forschungsmethoden ausnutzen, erweitert das Methodenrepertoire im Unterricht.

 

Zum Forschen braucht man einen Forschungsplan.

Dieser verläuft bei FuDo immer in 3 Schritten:

1. Ideen & Vermutungen formulieren

2. Vermutungen überprüfen & dokumentieren

3. Ergebnisse präsentieren & diskutieren

 

1. Ideen & Vermutungen formulieren, ...

... denn bevor man etwas untersuchen kann, ist es wichtig zu wissen: - 

  • was man über die Sache schon weiß,  
  • was man gerne wissen würde und  
  • ob man schon eine Idee davon hat, wie es sein könnte.  

Je nach Alter der Kinder ist es schwierig, mit ihnen schon wirkliche Hypothesen zu formulieren. Wir empfehlen, diesen Schritt zu überspringen und während dem Arbeiten zu schauen, welche Ideen sie untereinander diskutieren und diese dann gemeinsam zu formulieren und zu notieren. Auch sollten immer neu entstandene Fragen mit dokumentiert werden.

2. Vermutungen überprüfen & dokumentieren, ...

... denn dabei kann man die ganze Palette naturwissenschaftlicher Forschungsmethoden austesten.

Wichtig ist in jedem Fall: Alles dokumentieren!  Denn nur so wird aus einer ”flotten Aktivität” eine wirklich ”bildende Lernerfahrung”. Da Fuerschen dobaussen richtig Spaß macht, ist die Dokumentation später auch eine schöne Gelegenheit, sich an die gemeinsamen Lernerlebnisse draußen zu erinnern. 

Hierzu benötigt man alle Kulturtechniken: Mathematik und Sprache. Es gilt, viele Daten zu sammeln und auszuwerten, Texte und Protokolle zu verfassen. Das heißt am sinnvollsten und nachhaltigsten sind die gesammelten Forschungsergebnisse draußen im Sprachen- und Matheunterricht wieder aufzugreifen.

3. Ergebnisse präsentieren & diskutieren

Lernerlebnisse werden nur dann zu bildenden Erfahrungen, wenn alle noch einmal zusammenkommen, um über ihre Ergebnisse zu präsentieren & zu diskutieren. 

Gerade unterschiedlichen Ergebnissen und Gedankengängen sollte Raum und Zeit gegeben werden. Das genau macht wirkliche Forschung letztendlich aus. Denn dort sind unterschiedliche Ansätze und Ergebnisse  Motor für Fortschritt!

Lernen muss man begleiten

Zum Begleiten von kleinen Forschern braucht man Mut, sich auf ihre Forschung einzulassen. So kann es sein, dass man vielleicht nicht auf jede Frage direkt eine Antwort findet.

Lässt man sich darauf ein, hat man die Sicherheit, dass die Motivation der Kinder garantiert ist.

Fuerschen dobaussen: Mat alle Sënner - Zesummen - A Beweegung